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Figues

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10. November 2017 – 21:16

Le figuier est un petit arbre, le plus souvent de trois à quatre mètres de haut.
Il existe plus de 250 sortes de figuiers.
Les variétés de figues sont classées en trois catégories : les figues vertes (ou blanches), les figues grises (ou rouges) et les figues noires (ou violettes)…..

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Anfänge des Prunelard und 20 Jahre danach

Eingereicht on 7. Februar 2012 – 19:01

Zu Anfang war Robert. Anfang der 90er Jahre hatte Robert Plageoles in einem Konservatorium einen „seltsamem“ Rebstock entdeckt und Aussehen und Geschmack der Trauben sagten diesem Kenner der Materie, dass er dort vor etwas ganz besonderem steht. Ein Jahr nachforschen und etliche Untersuchungen später, entschloss er sich 1992 als Erster diese Rebe zu rekultivieren und auf seinem Gut anzubauen. Damit entstand die erste produktive Anpflanzung in der Welt nach dem Quasi-Verschwinden einer Rebe die noch Geschichte schreiben sollte.

Die Rebe war eine Prunelard – oder auch Prunelart – genannte. Tiefblauschwarz und mit eher kleinen Trauben die ein wenig an kleine Wildpflaumen oder Trauben des Prunellenbuschs (deutsch Schlehe) erinnern. Auch der Geschmack und Geruch von sehr aromatischen reifen Pflaumen haben vielleicht zur ursprünglichen Namensgebung beigetragen. Vielleicht aber auch die Verbindung von Prune (der Pflaume)und Lard (dem Speck). Gut ausgebauter Prunelard kann, besonders wenn er nur mit der indogenen Hefe ausgebaut wird, in diese Richtung tendieren.

Genetisch gesehen gehört er zur Familie der Cotoïdes. Dieser Untergruppe der Vitis vinifera gehören auch der an : Côt (neumodisch auch Malbec genannt), der weiße Lauzet (aus dem Béarn), Manseng noir (auch Béarn, aber nicht mit dem großen und kleinen Manseng verwandt), Mérille (Bergerac/Fronton)), Négrette (Fronton,..), Tannat (fast kompletter Süd-West) und Valdiguié (Quercy).

Damit finden wir ihn innerhalb einer Gruppe die eher bekannt ist für hervorragend lagerfähige und im Alter sich gut entwickelnde Weine, die bei sorgfältigem Ausbau in die Gruppe von Spitzenweinen gehören aus eher oft übersehenen Regionen. Leider wird in der manchmal verschlimmbessernden modernen Zeit aus diesen – man kann ruhig sagen von Natur aus ruppigen, sehr tanninhaltigen Reben, denen Lagerung und Ruhe gut steht – versucht, eine jung zu trinkende samtig-hyperaromatische Eleganz an zu tun. Das wird dann häufig moderne Produktionsmethode genannt.

Was nach altem Stil aus solchen Reben werden konnte, kennt jeder, der aus alten Zeiten noch gut abgelagerte Cahors-Weine genießen konnte. Jung waren die meist ungenießbar – aber nach vielleicht 8-12 Jahren kam eine unglaubliche Dichte und Eleganz zum Vorschein, die glücklich genossen wurde.

Der Prunelard hat zu eben dieser Stammrebe aus dem Cahors noch eine besondere Beziehung, abgesehen von der Dichte, Würze und Aromatik. Neuester Genuntersuchungen belegen, dass der Cot aus der Paarung von Prunelard und der Magdeleine des Charentes entstanden ist. Neben der inzwischen unbestrittenen Herkunft des Prunelard aus dem Gaillac, ist das auch wieder ein Hinweis auf die Ursprünglichkeit der autochthonen Reben die hier ansässig sind.

Robert Plageoles hat somit 1992 seine profunde Kenntnis und seinen untrüglichen Riecher bewiesen. Er initiierte auch damit wieder einmal eine neue Bewegung. Aus der anfänglich kleinen Anpflanzung, seiner unglaublichen Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit und einigen aufgeschlossenen Winzern hier ist inzwischen Anbaufläche von ca. 20 Hektar dieser Ausnahmerebe entstanden. Viele der uns bekannten Winzer, wie Patrice Lescarret, Michel Isally, Jean Paul Albert sind schon recht früh zu dieser Bewegung hinzugestoßen. Aber auch die junge Garde um die Domaine de Matens oder Domaine de Castillet oder das Chateau Rhodes wurde davon in Bann gezogen und produzieren heute Prunelards die einmalige Unikate sind.

Nachdem sich also nun in mühseliger Aufbauarbeit die Klasse dieser Rebe gezeigt hat und inzwischen in Frankreich einen Namen hat, pflanzen zunehmend mehr Domainen diese Rebe an. So ist in den letzten drei Jahren neben dem Ausbau der Anbaufläche schon bestehender Pflanzungen, von 10 anderen Domainen (darunter auch 2 Cooperativen) Prunelard angepflanzt worden. Damit ist zur Zeit auf ca. 20 Domainen Prunlard kultiviert.

Wie unterschiedlich diese sein können wäre wieder eine Probe wert nach dem Motto „8 Prunelard unter sich“. Daran könnte schön gezeigt werden, wie Stil des Winzers, Bodenbeschaffenheit, Lage und Alter der Rebstöcke, die Bandbreite, die die Rebe bietet, ausgestalten. Wenn Sie Interesse an wirklich selten zu findenden Spitzenweinen haben schauen Sie mal vorbei.

Viel Vergnügen
Karl Ernst Brunk

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