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13. Februar 2019 – 7:55

Terre Exotique wurde von dem Franzosen Erwann de Kerros aus Rochecarbon am Ufern der Loire gegründet.

Terre Exotique bietet ein großes Sortiment an originellen und gastronomisch kreativen Gewürzen von hoher Qualität. Die hocharomatischen Kompositionen werden noch von Hand geröstet, gemahlen, gemischt und verpackt.
Dieser Koffer « Reise in die Welt der Pfeffer » beinhaltet …

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Augen zu und durch – Gute Gründe, sich um Bio zu kümmern. Update : 10.5

Eingereicht on 3. Mai 2013 – 16:41

Auf Seite 32 der 235ten Ausgabe des Magazins Biocontact wird ein Überblick über die neuesten Statistiken und Entwicklungen im Bereich Pestizide gegeben. Diese Informationen werden von einer sehr aktiven Gruppe (www.generations-future.fr) zusammengestellt. Demnach ist Frankreich der mengenmäßig stärkste Nutzer von Pestizden in Europa. 62700 Tonnen wurden 2011 verkauft. Selbst den staatlichen Stellen ist dabei nicht wohl und obwohl 2008 eine große Aktion zur 50-prozentigen Reduzierung solcher Stoffe innerhalb der nächsten 10 Jahre und eine völliges Verbot der gefährlichsten Substanzen ins Leben gerufen wurde, stieg der Verbrauch zwischen 2009 und 2011 jeweils nochmal um 2,7%.

Mit 783000 ha in 2011 ist der Weinbau in Frankreich beteiligt. Das sind zwar nur 3,7% der gesamten landwirtschaftlichen Anbaufläche, aber es werden 20% der Pestizide dort verbraucht. Das ist schon schlimm genug, wird aber mit 80% der Gesamtmenge an Fungizide noch in den Schatten gestellt.

Untersuchungen der Haare von im Weinbau arbeitenden Personen zeigten erstaunliche Ergebnisse. Von 30 Personen im Bordeauxgebiet ( 15 Angestellte auf Weingütern, 10 in der Nähe und 5 weitab vom Weinbau Lebenden) wurden Proben genommen und bei allen wurden Rückstande gefunden. Die Rückstandsbelastungen der Proben lagen im Durchschnitt 11 Mal höher bei den direkt im Weinbau arbeitenden Personen als bei den Anderen. Es wurden bei vier Leuten 10 verschiedene Pestizidrückstände gefunden. Bei den in der Nähe der Felder lebenden Leuten wurden 5 Mal höhere Werte gefunden als bei den weit weg Wohnenden. Einmal wurde auch ein Mittel gefunden, welches nicht zugelassen ist.

Absolut erschreckend ist die Prozentzahl der in diesen Mitteln gefundenen kanzerogenen Substanzen. 45% ! Und 36% der Moleküle stehen in dringendem Verdacht, lebenswichtige hormonelle Vorgänge zu beeinflussen.

Allen seien auch noch einmal unsere Links auf der vin-naturel Seite zu diesem Thema empfohlen : http://marktcheck.greenpeace.at/5661.html und http://www.pan-germany.org/deu/~news-742.html oder http://www.transgen.de/datenbank/lebensmittel/280.wein.html. Zudem mein kleiner Kommentar zu der letzten Weinralley : 5Euro-die-grenze-des-guten-geschmacks . Dort ging es um die Frage, ob es auch guten Wein für maximal 5 Euro gibt. Ein sehr interessantes Thema und auch interessante Blogbeiträge die dort erschienen sind.  Hier zu finden : resumee-der-weinrallye

Ich tue mich da sehr schwer und habe deswegen auch so meine Probleme, in der normalen Gastronomie Wein zu trinken. Das Gros wird meist für maximal 4,8o eingekauft und erhält dann den Adelsschlag durch die gastronomische Kalkulation von 300-400%. Allerdings gibt es ja auch Alternativen. Wenn auch nicht unbedingt für weniger als 5 Euro.

Zumindest in Köln sollte man da lieber beim Bier bleiben. Auch wenn dort, trotz deutschem Reinheitsgebotes, so manche Bedenken anzumelden sind.

UPDATE :  heute am 10.5 stand in der Depeche ein Artikel über eine Untersuchung im Aveyron. Dort wurden tot aufgefundene Raubvögel auf Pestizidrückstände hin untersucht. Danach ist klar, dass diese Vögel, deren Hauptnahrung Kanninchen und Hasen sind, durch deren Kontaminierung stark reduziert werden. So ist der selten, aber noch anzufindende Milan dem Austerben geweiht. Erschreckender Weise hat man dabei auch erhebliche Mengen an Rückständen von nicht zugelassenen Mitteln gefunden.

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