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13. Februar 2019 – 7:55

Terre Exotique wurde von dem Franzosen Erwann de Kerros aus Rochecarbon am Ufern der Loire gegründet.

Terre Exotique bietet ein großes Sortiment an originellen und gastronomisch kreativen Gewürzen von hoher Qualität. Die hocharomatischen Kompositionen werden noch von Hand geröstet, gemahlen, gemischt und verpackt.
Dieser Koffer « Reise in die Welt der Pfeffer » beinhaltet …

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Besuch der Biocybéle 2012

Eingereicht on 3. Juni 2012 – 16:04

Zum dreißigsten Mal hat nun der Naturkostverband Nature et Progres diese Messe veranstaltet. Über die Jahre sind die Platzanforderungen immer größer geworden, so daß seit 5 Jahren die Veranstaltung im Parc Foucaud stattfindet. Hier in diesem idyllischen Ambiente treffen sich jedes Jahr alle möglichen Hersteller aus allen Bereichen. Von Lebensmitteln bis zu Solaranlagen kann man hier alles finden. Seit Jahren ist diese Messe die Größte im gesamten Süd-Westen und wohl die mit dem besten Essen und der besten Stimmung.
Unser kulinarisches Interesse wird an den Ständen und den dort präsentierten Proben ein ums andere Mal überraschen befriedigt. Zwar kennen wir über die Jahre schon viele der Stände, aber es finden sich immer Neukreationen oder komplett neue Produzenten. So ist uns dieses Jahr ein neuer Stand von einem Produzenten aufgefallen, der ebenso wie die Biocybéle, sein dreißigstes Jubiläum feiert. Thomas der Gärtner mit seinem Angebot an vegetabilen Pasteten und Feinkostspezialitäten. Seine Sachen werden eventuell nach einer Nachprüfung Köln erreichen.
Bei den Winzern gibt es ja jedes Jahr Neues zu entdecken. Entweder um ein Jahr gealterte Jahrgänge oder die Neuabfüllungen.
In diesem Jahr bekamen wir leichte zeitliche Probleme. Je näher man die Winzer kennt und genauer Nachfragen kann, um weitere Details zu erfahren, desto länger dauert der Aufenthalt am Stand. Zudem hatten wir durch die neu aufblühenden Diskussionen rund um das Thema Vin naturel einen ganzen Katalog an Fragen deren Beantwortungen weitere Aufschlüsse möglich machen sollten.
So waren es in diesem Jahr zwei kurze Tage. Dazu kam auch noch eine ebenfalls an diesem Wochenende statt findende Veranstaltung der unabhängigen Winzer : Picknick auf der Domaine. Über den Besuch gibt es noch einen anderen Bericht.
Wieder zu den Winzern und deren Weinen in diesem Jahr. Eine Sache war schnell klar, die 2011er die nun zunehmend abgefüllt werden stellten für die meisten Winzer ein Problem dar. Da es ein sehr trockenes Jahr war und es die letzten Wochen vor der Ernte heftig geregnet hatte musste etwas später geerntet werden. Doch an den Erntetagen entwickelten die Reben zum Teil pro Tag 17g zusätzlichen Zucker. Es war ein Wettlauf mit der Zeit und so ist es nicht verwunderlich Weine mit 14,5° und mehr zu finden. Selbst Weine mit bis zu 17 Alkoholprozenten werden noch zu probieren sein.
Allgemein sollte man von jungen 2011ern zuerst einmal nicht zu viel erwarten. Bei der letzten Frühjahrsprobe in Köln hatten wir zwar auch schon Glanzstücke aus 2011 dabei, die man zu den Spitzenweinen rechnen muss, aber an diesen zwei Tagen ging es bei den Proben an den Ständen schnell darum, Ausnahmen zu finden. Und wieder einmal, wie so oft in extremen Jahren, hatte Bois Moisett mit ihrer kompletten Reihe von 2011ern, eine erfreuliche Ausnahme zu präsentieren. Einige eingefleischte Fans werden vielleicht zuerst einmal verwirrt sein. Alle Weine muss man zu den frisch-fruchtigen zählen. Die von Moisett bekannten kräftigen Kräuter sind sehr gezähmt und kommen als florale Nebentöne ins Spiel. Nach den ersten kleinen Schlucken verwundert es dann, daß die Weine nach einen feintönigen Abgang sich lange halten und Nachlaufen. Für die Fans wie gesagt eine kleine Umstellung, aber man kennt ja die Spannbreite der Möglichkeiten dieser Domaine.
Daneben konnte keine Domaine durchgängig glänzen. Der Rosé von Matens, die 2010er von Cantalauze, und die neuen Kreationen von Peyres Combes waren angenehm zu trinken und stachen heraus. Remy von der Mas Brunet hatte uns zu einem Experiment verführt und wir mussten eine Flasche seines neuen Barriqueweissen mitnehmen um sie in einer Blindverkostung mit den Weissen von Causse Marines zu vergleichen. Das machen wir natürlich mit Freude und sind gespannt. Es ist ja immer spannend wenn sich jemand weit aus dem Fenster zu lehnen traut.
Eine Domaine aus dem Cabardés oberhalb von Carcassonne präsentierte neben ihren Weinen einen Vin de Liqueur mit 18°, der lächelnde Gesichter zurück ließ. Anders als beim Ratafia, wo Traubensaft mit Eau de Vie von ~48° gemischt wird, mischt man hier den Wein mit Eau de Vie von ~70°. Das Mischungsverhältnis ändert sich von 1 zu 3 auf 1 zu 4. Tolle Frucht, mit feiner Säure und Walnussnote.
Alle sonstigen auf der Messe gesammelten Informationen werden an anderen Stellen zusammengefasst und veröffentlicht. So der schon erwähnte Bericht vom Picknick auf der Domaine de la Ramaye mit dem Präsidenten der unabhängigen Winzer, sowie den gesammelten neuen Erkenntnissen zu den Themen Vin naturel, die im Vin-naturel Blog erscheinen, sowie den Berichten vom Besuch neuer Domainen in der Woche nach der Messe.
Die folgenden Fotos geben einen kleinen Eindruck vom diesjährigen Wetter und der Stimmung.

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