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Les sureaux sont des plantes herbacées voir des petits arbustes de quatre mètres de hauteur à fleurs blanches.

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Der Gipfel der Genüsse und andere Unglücke

Eingereicht on 1. Juli 2014 – 19:34

Wenn man sich die Fotoreihe so ansieht, kommt man nicht sofort darauf wo man sich befindet. Ahnen tut es, wer die Familie die hier wohnt ein wenig näher kennt und weiß, das es hier auch immer um Oldtimer mit Stil und eine enorme Leidenschaft geht. Die zeigt sich ebenso im sorgfältigen Restaurieren von alten fahrbaren Untersätzen, als auch im Umgang mit alten Rebsorten und deren Vinifizierung.
Über die Jahre hat sich Damien von der Domain de Brin zu einem der gehyptesten Jung-Winzern in Frankreich entwickelt. Von den anfänglich angebotenen 5 Sorten hat sich das Angebot auf das Doppelte erweitert. Das geht nur mit zunehmender Nachfrage und Routine. Ansonsten würde man sich die Arbeit nicht machen. Viel Kenner deutscher Winzer werden vielleicht lächeln über die absolute Anzahl an Weinen, aber man sollte nie aus dem Auge verlieren, die Anzahl keine Garantie für Qualität bedeutet und eine Konzentration auf eine überschaubare Menge auch Vorteile haben kann. Hier jedenfalls ist der Hype auf seine Weine auch durch die durchgängige Qualität in jeder Qualitätsstufe zu verstehen. Und so kann man jedes mal gespannt sein, wenn es Neuerscheinungen gibt.
So auch diesmal bei den alljährlichen Portes ouverts. Außer neuen Jahrgängen gab es auch eine Kreation durch eine verunglückte Idee, die einen genialen Neuen ergab. So verwundert der Name auch nicht sonderlich : Folie passagere. Vorübergehende Verrücktheit. Na ja – das würde ich mir öfter wünschen wenn so etwas dabei herauskommt. Eigentlich war ein rosa Schaumwein geplant, aber Damien schienen die Hefen zu lahm, um das Risiko des Abfüllens und der damit verbundenen Kosten einzugehen. Gut so! Dafür haben wir jetzt einen 100g süßen Rosé mit einer fast deutschen lebendigen Säure die im Mund einen ewigen Kampf austrägt. Ungemein süffig und süchtig machend.
Der andere Neue hat anscheinend im Vinocamp in Geisenheim einiges Aufsehen erregt und die volle Punktzahl unter 21 anderen präsentierten autochthonen Rebsäften erhalten. Ein mir und anderen bekannter Blogger hat wohl im Anfall von völliger Begeisterung die zweite Flasche aus Hermanns Händen gerissen und sich einen hoffentlich schönen Abend gemacht.
Br-au-Col heißt das gute Ding. Jahrgang 2012, 100 % Braucol und 10 Monate in alten Barriques. Insgesamt gab es einmal 1200 Flaschen. Wenn ich unsere Vorbestellung nach den ersten Vorabproben abrechne und den Erfolg bei den Portes ouverts, dann bleiben nicht mehr viele übrig.
Der Name ist einmal mehr eine kleine Wortspielerei. Versuchen Sie einmal den Namen der Domaine richtig auszusprechen. Im Grunde bleibt da nicht mehr viel übrig als ein kurzes „br“ mit einem fühlbaren nasalen Hauch hinterher. Recht passend für den neuen Spitzenwein – den Gipfel der Genüsse.
Ich will mit Geschmacksbeschreibungen niemanden langweilen – besonders nach den letzten veranstalteten Proben auf denen sich völlig gegenläufige Noten beim selben Wein die Hand gaben. Da bleibe ich lieber bei dem Versprechen, dass jeder der gerne Außergewöhnliches bei einem kleinen Abenteuer entdecken will und nicht auf der Suche nach geschliffenen, oder manchmal auch nur grob abgehobelten Weinen ist, hier seinen Spaß haben wird. Autochthon war übrigends das Thema der oben erwähnten Veranstaltung in Geisenheim. Da sollten sich nicht allzu viele geschönte, dafür aber umso lebendigere Weine präsentiert haben.
Die offene Tür bei Brin kann ich abschließend nur jedem empfehlen. Nicht nur wegen alter 3,5L 8-Zylinder Bugattis, sondern auch der Stimmung und natürlich besonders Weine wegen.

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