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Baie Sansho

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13. Februar 2019 – 7:55

Terre Exotique wurde von dem Franzosen Erwann de Kerros aus Rochecarbon am Ufern der Loire gegründet.

Terre Exotique bietet ein großes Sortiment an originellen und gastronomisch kreativen Gewürzen von hoher Qualität. Die hocharomatischen Kompositionen werden noch von Hand geröstet, gemahlen, gemischt und verpackt.
Dieser Koffer « Reise in die Welt der Pfeffer » beinhaltet …

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Endlich Sonne, Hagel und Mehltau – Welcome to Madness

Eingereicht on 3. Juli 2013 – 19:22

Nach diesem europaweiten katastrophalen Frühling und ausgebliebenen sanften Übergang in den Sommer, kommt jetzt ein Wechsel von kalter Dusche und Hitzeschlagwetter, gemischt mit Hagelstürmen vom Feinsten. So sind in einigen Regionen fast die kompletten Ernten vernichtet. Im Tourraine wird man dieses Jahr keine externen Erntehelfer brauchen. Andere Gebiete sind teilweise getroffen worden.
Diese schwierige Sitution ist für Weinbauern der Albtraum schlechthin. So könnte man es fast verständlich finden, dass einige Winzer schon 10 bis 15 Vorsorgespritzungen gemacht haben. Aber nur fast verständlich, denn es gibt auch Gegenbeispiele wo mit guter Kenntnis der natürlichen Vorgänge und präziser Beobachtung kein durch Unkenntis angstbesetzter Aktionismus stattfinden muß.

Unsere Winzer haben erst jetzt mit den stetigen Wechseln von Feuchte und Hitze angefangen, die Felder zu behandeln. Dabei greifen sie auf spezielle, zum Teil homöopathische Mittel zurück und beachten Behandlungsfolge und Konzentration peinlich genau. So werden eher einzelne Mittel eingesetzt, statt auf Kombibomben zurück zu greifen. Da es sich beim Mehltau um zwei völlig verschiedene Krankheiten (echter und falscher Mehltau) handelt, gibt es auch unterschiedliche Behandlungen. Zum einen wird die berühmt berüchtigte Bordelaisbrühe (Kupfersulfat) eingesetzt, zum Anderen aber Schwefelpräparate. Beide sollten nie zusammen gesprüht werden, da sich so die Wirksamkeit reduziert und man nicht den Umständen entsprechend dosieren kann. Das scheint allerdings den Herstellern von Kombiprodukten schnuppe sein, bzw. nach dem Motte einiger Winzer mit verschrobener Logik („je mehr desto besser“), nicht eingängig zu sein. So kommt es dann auch direkt zu Artikeln wie dem Folgenden : Seuchen-Alarm . Da klingeln die Alarmglocken wie Kriegssirenen und die optimistischen Äußerrungen am Ende des Artikels sind ja wohl wieder einmal nur die allbekannten Hoffnungsbekundungen ohne Substanz. Auch wenn es in dem Bericht über die nördlich von uns gelegene Cahorsregion geht, heißt das nicht, dass es nur dort so aussieht. Nur dort befindet sich eine derartig Echtzeitmessanlage.
Ich will ja jetzt als altbekannter Pessimist nicht in Jubel ausbrechen und auf meine Unkenrufe verweisen, aber ich bitte noch einmal alle, ihre Einstellungen zu „normal“ produziertem Wein zu überdenken. Diese Umweltvergiftung kann auch gestoppt werden, indem man solche Weine einfach nicht mehr kauft.
Soviel zur derzeitigen Lage in dem Bereich. Aber was besagt das für unsere Ernteaussichten. In Teil eins hatten wir ja noch hoffnungsfroh von dem ausreichenden Regen gesprochen und darauf gehofft, dass der Sommer anfängt.
Nun ist er ja da. Selbst wenn die Drohung durch Mehltaubefall groß ist, sind wir von der verantwortungsvollen Arbeit unserer Winzer begeistert und müssen nun abwarten, wie stark der Befall wird. Es bleibt also erst einmal bei mittlerem Optimismus, für zumindest eine große Erntemenge. Bleibt zu hoffen, das es einmal eine längere Sonnenperiode zur Reifung gibt. Dann allerdings könnte es ein interessantes Jahr werden.

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