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13. Februar 2019 – 7:55

Terre Exotique wurde von dem Franzosen Erwann de Kerros aus Rochecarbon am Ufern der Loire gegründet.

Terre Exotique bietet ein großes Sortiment an originellen und gastronomisch kreativen Gewürzen von hoher Qualität. Die hocharomatischen Kompositionen werden noch von Hand geröstet, gemahlen, gemischt und verpackt.
Dieser Koffer « Reise in die Welt der Pfeffer » beinhaltet …

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Kleine Weinmesse mal nüchtern – Teil 2

Eingereicht on 5. Dezember 2012 – 0:37

Tag Zwei. Ich hatte mir vorgenommen heute mal professionell den Spucknapf zu nutzen. Also wenig einschütten (es kommt in mir immer etwas aggressive Stimmung auf, wenn neben mir Leute stehen, die sich das Glas bis oben voll machen und dann schon nach dem ersten Schlückchen alles wegkippen. Nachschenken geht doch wohl auch oder?) und dann die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen. Vorweg gesagt – es ist mir heute gut gelungen. Ich konnte dadurch sogar ein Versprechen einlösen. Davon später.
Erster Tisch mit den roten Souple. Den hatte ich am Samstag noch schnell hinterhergeschoben, weil ich etwas Sorge hatte den guten Roten, zu wenig Aufmerksamkeit schenken zu können.
Da wurden wohl auch wieder die alten Schilder benutzt. Schnell war klar, dass man der Ansage nicht trauen sollte. Zwei Tische später habe ich mich deswegen auch mit Victor am Boden gekringelt. Auch wenns jetzt nicht die Gaumenschmeichler waren, so konnte man an diesem Tisch Erstaunliches erleben. Oft würden Kunden doch auch mal für kleines Geld einen ordentlichen Wein haben wollen. Hier wären sie glücklich geworden. Was der „Méli Merlo 2010“ von Nathanaël vorführte, war recht erstaunlich. Null Säure – die ich bei preiswerten Weinen leider eh schon immer erwarte – kommt mit einer dezente Schwarzkirsche und kräftigen Wachholder-Beerentönen. 4,00 Euro Salonpreis für einen Merlot! Die Rebsorte mit der man mich fast schon mit doppelt Teuren jagen kann. Keine merlot-typische Matsche mit „schöner“ Säure, „intensiven“ aber leider künstlichen Aromen oder gesäuerter Süße. Was kommt da denn normalerweise gut rüber?
Das wurde nur noch geschlagen von dem 2011er „Vin Badel“ von Tronque. Kostet allerdings auch 20 Cent mehr! Für manche ist damit die Schallgrenze schon überschritten. Na dann gut Nacht. Ausserdem steht auch der mal wieder auf dem falschen Tisch. Angemeldet war er für Drei mit den Charpentré.
Der Badel wäre ein idealer Wein um den mal in eine Weinprobe einzumischen wo es etwas höherpreisige Weine gibt. Vollmundig präsentiert er fett, schön einzelne Aromen. Das ist fast nicht zu glauben. Harmonisch warme Winterabendbegleitung. Ins Schwelgen braucht man da nicht kommen, dafür gibt’s andere, aber nett ist er doch.
Nochmal 30 Cents drauf und man kann sich am „Cantalauze Base“ erfreuen. Nochmal einer für wenig Geld, der Frucht mit Struktur zusammen bringt und einfach gestrickt ein nettes Muster ergibt.
Ganz aus der Rolle, weil er eigentlich für diese einfachen Weine schon zu gut war, der „Cuvée Marguerite 2010“ von Bois Moisett. Diesen Wein hatten wir ja schon auf der Biocybele im Frühjahr probieren können und waren dort überrascht, was Philippe da denn nun wieder gemacht hatte. Alle neuen 2010er luftig leicht, fast dünn. Hier und heute – sieben Monate später konnten seine 10er zeigen was sie drauf haben. Wäre es eine Blindprobe gewesen, wäre ich nie auf einen der neuen Moisett gekommen. Kann sich ein Wein dermaßen verändern? Bei Vins naturels kann man natürlich immer mit großen Entwicklungsschwankungen rechnen und wir wissen ja, dass sich schon innerhalb von drei Monaten ein Wein völlig unbekannt präsentieren kann. Da heißt es immer Ruhe bewahren und Geduld haben. Liegen lassen und später probieren. Dieser hier kann jedenfalls in all seiner Eleganz und Glätte schon richtig Freude und neugierig machen. Wenn man seine Linie verlängert sollte man ihn vielleicht erstmal bis 2014 liegen lassen.
Ebenso wenig gehörte hier der „Lou Vin Novel 2012“ her. Dieser eigenwillige Primeur von Philippe, der natürlich nicht aus Gamay gemacht ist, ist auf dem Tisch zwar der Einzige, der souple ist, und auch als Primeur nicht unbedingt erkannt wird, weil er keine Süße mehr hat. Sehr gut mal wieder, aber ausser Konkurrenz.
Ansonsten hat der Tisch sehr an den ersten Blanc sec – Tisch erinnert. Mayragues Braucol, sowie Causse Marines Peyrouzelles und Brunets Histoire hatten allesamt Reduktion und konnten so nicht punkten. Es ergab sich angesichts dessen aber eine lange Diskussion mit Virginie von Causse Marines und Alan von Mayragues. Beide wollten nicht so richtig einsehen, dass es eventuell kontraproduktiv ist, einen solchen Wein zu präsentieren. Wenn ich böse wäre, würde ich fast schon sagen, dass es unverschämt den anderen Winzern gegenüber ist, weil ein mit Reduktion geimpftes Glas den nächsten eigentlich noch runter zieht. Rat also an alle – wenn euch das passiert und ihr faule Eier im Glas habt, Glas wechseln oder wenigstens gut auswaschen. Klar ist der Druck der Winzer, die Ernte ja auch irgendwie an den Mann zu bringen und wer wie Plageoles nicht die Kapazität und geldllichen Mittel hat einen Jahrgang 5 Jahre liegen zu lassen, um ihn dann doch in eine Brennerei zu geben, weil er nicht den eigenen Ansprüchen entspricht, dann muss man Argumente finden, den Wein doch anzubieten. Ihr Argument war, dass es die Wenigsten merken, oder Viele nicht schlimm finden. Dem konnte ich nicht zustimmen und so habe ich mich einmal leise, still und stumm neben den Tisch gestellt und die Reaktionen der Leute beobachtet. Die Meisten verzogen das Gesicht und die Wenigsten davon haben dann noch getrunken. Was die dann wohl erzählen werden?
Weiter ging es mit den „Rouge classique“. 9 Weine und wieder Überraschungen. Falsch auf dem Tisch gelandet war der Eichenfassrote von Bois Couyoul. Die Domaine hatte ich in den letzten Jahren meist ausgespart, weil es einfach zu fürchterlich war. Aber mit Mut, Wohlwollen und dem Vorsatz nicht zu trinken, konnte er seine Chance wahrnehmen und fast einen Preis gewinnen. Fein, dicht und zuerst den Eindruck von „nicht schlecht“ vermittelnd, fehlte ihm dennoch völlig die Struktur und im Abgang konnte ich noch Heferückstände ausmachen. Auf jeden Fall schon einmal eine große Verbesserung.
So kam auch der Zweite nicht ohne Anlass so früh dran. Yehoram führt zwar immer mit einer total gelassenen Freude seine Weine vor, aber bisher war das nicht wirklich genießbar. Umso mehr haut einen da jetzt der „La Nueit 2011“ vom Hocker. 100% Duras mit leichten !Veilchenanklängen! Eine frisch-freche Attacke, sauber und rund. Reife Brombeeren, Nelkennoten, etwas Heu. Da hat jemand entweder einen Zufallstreffer gelandet, oder aber viel dazu gelernt. Wir gratulieren und empfehlen diesen 4,50 € Wein. Man soll es gar nicht glauben. Damit sind nun schon vier unter 5€ Weine in den oberen Rängen. Da können sich sparsame Seelen freuen. Und wir würden uns freuen, wenn Yehoram das in Konstanz hinkriegen würde.
Der „Braucol“ von Vieux Saule hatte auch wieder eine Reduktion und wurde direkt ausgelassen.
Das ist dieses Jahr ein neuer Rekord und nach mehreren Diskussionen mit den Winzern hat die Reduktion nichts mit den immer weiter verminderten Schwefelmengen zu tun. Auch stark geschwefelte Weine können das haben. Es ist ein noch sehr unerforschter Vorgang während der Fermentation bei dem mehrere Bakterienstämme eine Rolle spielen. Was letztendlich aber den Ausschalg gibt ist noch nicht klar.
Der folgende „La Tronque 2010“ war dicht an einer guten Bewertung. Er bot alles was einen Wein, der große Versprechen halten kann, ausmacht – Dichte, konzentrierte Aromen – aber ganz hinten bricht er auseinander und Bitteres und Tannine schlagen sich. Das lässt das Vergnügen schnell in Verwirrung enden.
Der „Rinsotte 2010“ von Bois Moisett bietet einen vollen Korb mit Beerenaromen wie sie für Gaillac’s typisch sind und spart auch nicht mit Heu und Kräuternoten. Hier kommt im Abgang auch ein Bitterton, der aber nicht störend wird. Mittelkräftig und ein Genuss.
Es folgen schnell zwei gleiche Weine aus verschieden Jahren. „Coeur 2010/11“ von Cailloutis. Einfache fruchtige Weine die sauber sind, aber auch ohne Spitzen. Ich bin sicher da finden Leute Gefallen dran.
Die erwarteten Knaller mit dem „Libre Expression 2010“ (Cantlauaze) und „Vieille Vigne 2010“ (der auch auf dem falschen Tisch steht!) blieben diesmal aus. Beides sind Weine für Danach und zum Plauschen. Da kann man dran basteln und sich auf jeden Fall auf spätere Zeiten freuen. Die werden noch gewaltig kommen. Sie sind so klar und sauber, dass sich die Linie weiterziehen lässt und in 2 Jahren hat man tolle Tropfen. Ein eigenartiges Phänomen tritt hier auf. Wenn man danach wieder auf die anderen Weine zurück geht, werden diese besser wahrgenommen. Es ist als wenn man durch die klare Struktur die diese beiden bieten, die Eigenart der anderen deutlicher wahrnimmt. Das prädestiniert die beide eventuell als Anwärmer für einen geliebten guten Tropfen.
Tisch Drei mit den Charpentré und nur noch 5 Weinen.
Hier taucht jetzt endlich der uns vorenthaltene 2009er vom „Midi et Soir“ von Matens auf. Wir erinnern uns – der 2010er wurde vorgezogen weil der 9er da noch nicht gar war. Und da der 10er eine Wucht war, und schnell ausverkauft, kommt jetzt dieser lang Erwartete. Es hört sich wie Schönreden an, aber auch der Wein braucht noch Zeit. Man wird jetzt schon Spaß haben weil er eine Dichte und Struktur hat, die größeres verspricht, aber der Wein hat bisher schon eine lange Entwicklung hinter sich und die verläuft gut. Da sollte man auch mit ihm Geduld haben.
Mayragues mal wieder mit Reduktion. Schwamm drüber, das ist das Jahr der Redukton, sieht man ja auch an Griechenland.
Pialentou’s „Gentilles Pierres 2010“ ist ok aber für den Preis einfach zu teuer. Ich muss mich etwas beeilen, da um 16 Uhr Leute kommen die meine ersprochene Hitliste haben wollen um in einer Stunde die Highlights mitzukriegen und nicht an Nieten hängen bleiben wollen.
Ein alter Bekannter taucht auf : „La Combe 2006“. Victor (Peyres Combe) scheint einige alte Schätze aufbewahrt zu haben. Oder hat er die Zettel auf den Tischen zu ernst genommen und nochmal mitgebracht was letztes Jahr hier war? In der Nase kriegt man die Jahre mit, aber auch eine tiefe Ruhe und Harmonie. Das ist ein Dauerwein der nach dem zweiten Glas immer besser kommen wird. Victors Anliegen besondere Weine über die Reifung und Ruhe hinzukriegen trägt Früchte. Alles auf der Domaine zielt darauf. Die neuen Lagerhallen mit guter Klimatisierung tun wie Victor ihr Bestes.
Das versucht auf seine Art auch Philippe der auf diesem Tisch den „Cuvée Merens 2010“ stellt. Vier Sterne! Wunderschöne Nase von Frucht, Veilchen und Lakritze. Im Geschmack leicht wild und Kräuternoten. Weich und glatt und trotzdem gewöhnungsbedürftig. Ein Wein für Entdeckerseelen mit Leidenschaft.
Husch-husch zum letzten Tisch und an die Bonbons. Vorher noch ein kurzer Zwischenspurt weil Nicolas mir eine unetikettierte Flasche hinstellt. Die solle ich mir doch mal ansehen. Au weiha. Das sind die Momente wo man sich dann doch völlig blamieren kann. Als großer Verfechter echter Blindproben bin ich da wohl immer die größte Niete. Allerdings sind mir über die Jahre auch schon einige angezweifelte Meinungsäußerungen viel später wieder begegnet und stellten sich doch als nicht so ganz schlecht heraus.
Der Wein ist dunkel wie die Nacht. Frisches zerdrücktes Gras, Curry, floral-herbale Töne, leicht ölig, kein Holz und feine Tannine. Füllt den Mund komplett, gibt richtig was her und wirkt vollkommen durch gereift. Schön – aber was soll das jetzt sein? Er hatte ja nur Saft, einen Weißen und den einfachen tollen Doux mit. Der neue Bravissimo kann es nicht sein – da fehlen die Tannine. Der Faßrote „L’Enclos“ – bei dem das Holz ja oft sehr dezent ist und wenn die Beeren dick rüber kommen komplett untergeht – wäre möglich; der einfache Gourmands wäre eine Bombe wenn er’s wäre. Dafür ist eigentlich zu viel Stoff drin. Ich wage mich trotzdem auf den einfachen Roten zu tippen mit angemeldetem Zweifel, weil es halt zu viel wäre. Er ist es aber : 2011er Gourmands mit 70% Duras, 25% Braucol und 10% Gamay! Das ist also schon mal für die Tour im März gebucht. So entdeckt man Weine. Alles Zufall.
Zu den Fût de chêne. Nochmal 10 und nur noch 35 Minuten. Zum Glück gibt es gerade eine kleine Besucherlücke und ich kann in aller Ruhe auf dem Tisch die Flaschen ordnen. Wie gehe ich vor? Zuerst mal die Wackelkandidaten.
Mayragues mit dem „Clos de Mages 2010“. Ich habe ja langsam Bedenken wegen der hier auftauchenden 10er. Im letzten Blogbericht hatte ich noch auf die jetzt eintreffenden Bomben verwiesen. Das Gros das hier auftaucht sind eher Blindgänger. Aber zum Glück bringen wir die ja auch nicht nach Köln. Der Mages säuert so dahin. Die Säure trägt nicht und es kommt nie zum großen Versprechen. Abhaken. Ich muß allerdings auch gestehen, daß die Meßlatte über die die Weine an diesem Tisch kommen müssen schon ziemlich hoch liegt.
Cailloutis „Cuvée Prestige 2008“. Da emfängt uns ein Fruchtbonbonladen mit polierter Holzeinrichtung. Ein wenig feine Säure die zu den Fruchtbonbons passt. 1,5 Punkte.
Pialentou nochmal mit der Holzausführung des „Gentilles Pierres“. Außer einem ansprechenden Geruch habe ich weiter wohl keine Worte mehr aufs Papier bringen können. Hatte ich’s doch geahnt.
Dann leider eine große Enttäuschung. Der „Petit Matens de grands Soires von 2009“. Toast mit Schinken. Minus – Setzen.
Schlimmer kann’s nicht werden. Dann kann ich mir jetzt auch noch den antun und ich schicke den „Lenclos de la Motte Cochonne“ ins Rennen.
Das für ihn leider nur sehr kurz ist und wegen technischen Versagens abgeblasen wird. No Comment.
Jetzt kann eigentlich im Schlussspurt nichts mehr schief gehen. „Carpe Diem 2010“ von Tronque. Expressive Nase die schon das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Feine Holznote im Hintergrund hebt die Waldbeeren und roten Beeren gut hervor. Sensationelles Gleichgewicht dem nur noch die Fülle fehlt. Das ist ja schon mal was.
„Insolence 2010“ von Cantalauze ist leider gerade neu geöffnet auf den Tisch gekommen und ist zu kalt. Trotzdem zeigen sich Brombeeren in Vollreife neben Kräutern und fast unmerklichem Holz. Ist noch nicht auf dem Höhepunkt aber entwickelt sich dahin. Ein Kandidat für die Märzproben und für in einer halben Stunde.
Was sich eben altersehrfürchtig beim 2006er „La Combe“ gezeigt hat, kann der „Gaillac de Peyres Combe“ (auch von 2006) nicht bieten. Es scheint ein degradierter Selection zu sein. Victors roter Spitzenwein. Er hat nach einer Umstellung der Vinifikation und der verlängerten Lagerung leider nicht mehr die gewohnte Qualität. Da müssen wir vielleicht auf die späteren Jahre warten.
Jetzt ein Kandidat der gerade in den Kölner Proben war. „Salematëns Alaikoum 2010“ – eine Bombe. Rund, voll, kräftig und trotzdem luftig wirkend. Er hat nur 11,5% (Augenzwinkernd O-Ton Nath : kleiner Fehler, eher 12,5) – ist aber auch völlig egal. Großer Wein mit weiterem Potential.
Den Abschluss bildet der „Rasdu 0102“ von Causse Marines. Was soll ich sagen – probieren Sie mal. Der hat Stil und spaltet die Probanden in Pro und Contra. Am Tisch zeigt sich immer wieder die gleiche Reaktion. Wie der Zacmau draußen im Zelt, kostet auch der hier 15 Euro und da zucken schon so einige Leute. Andere stellen das überhaupt nicht in Frage und eindeutig degradiert er alles Anwesende im direkten Vergleich. Da kommt nicht auch nur entfernt etwas ran.
Jetzt kann es endlich lustig werden. Ich bin durch und verstricke mich erst mal in ein Gespräch mit Nicolas. Im ersten Jahr dabei – was hat er denn da für einen Eindruck gewonnen? Wie ist der Kontakt mit den anderen Winzern? Gibt’s schon Vorlieben?
So richtig unbekannt war er ja nicht. Durch Causse Marines wusste er ja von dem Ambiente und den Winzern der Bioszene. Alle wären unglaublich offen und zuvorkommend. Toll wäre das gemeinsame Organisieren und der direkte Kontakt. Es gibt zwar von jeder Domaine einen eigenen Tisch mit Präsentation, aber da spielt sich nicht viel ab. Das passiert im Gewusel und ewig sich neu formierenden Gruppen, Winzer unter sich, oder Besucher oder beide zusammen. Da ist viel Dynamik und es geht ans Eingemachte. Er bekam an den zwei Tagen nichts von der anfänglich beim ersten Auftauchen von Causse Marines auftretenden reserviert misstrauischen Begutachtung mit. Da hat sich also über die Jahre einiges geändert und Leute wie Plageoles oder Lescarret werden heute sehr ernst genommen. Es führt ja auch kein Weg daran vorbei und hebt insgesamt das Niveau und gibt neuen Ansporn. Leute wie Philippe Maffre oder Remy Kuntz waren für ihn besonders interessant. Der Umgang mit den alltäglichen Unbilden und das militant Revolutionäre wären für ihn in der Art neu und erfrischend. Auch wichtig – der engere Kontakt mit Leuten direkt in der Nähe.
Bis 19:30 wurde es noch heiter und mehrere Querkontrollen mussten die Weine über sich ergehen lassen. Hier dann noch einige bildliche Belege.

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