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Les sureaux sont des plantes herbacées voir des petits arbustes de quatre mètres de hauteur à fleurs blanches.

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Michel Issaly und die „certification HVE niveau 3“

Eingereicht on 12. November 2015 – 13:34

Ein Artikel in der Depeche (Originalartikel) erinnert mich an den immer noch nicht geschriebenen Blogbeitrag über unseren Besuch auf der Domaine im Mai. Dort entspann sich eine hitzige Diskussion genau über das, was in dem Artikel angesprochen wird. Ein neues Gütesiegel treibt sein Unwesen und die Meinungen darüber gehen weit auseinander.
Damit gibt es neben den altehrwürdigen und konsequenten Bioverbänden wie Demeter, Nature&Progres …, die völlig verwaschene und nichtssagende EU-Bioverordnung nun auch noch ein neues punktebasiertes System -> das HVE = Zertifikat „Haute Valeur Environnementale“.
Läßt man sich das System erklären kommen einem der Umfang und die damit verbundene Versprechen äußerst beeindruckend vor. Das bricht allerdings schnell in sich zusammen, wenn man nach- und hinterfragt.

Hier ein paar Impressionen wir vehement er die Sache vertritt :

  • Michel’s Zuhause
  • Alles wird abgewägt
  • Zweifel?
  • gut zuhören!
  • Michel erklärt mir was
  • Vrille erster Jahrgang und neuester Clou von Michel in Zusammenarbeit mit den Besuchern vom „Picknick au Domaine“.

Im Grunde gibt es drei Stufen die geprüft werden und bei denen 100 Punkte vergeben werden.
Die erste Stufe ist schon lächerlich genug und zu nehmen indem man ein 2-tägiges Seminar mitmacht.
Die zweite Stufe soll für Transparenz in allen Geschäftsbereichen sorgen. Was eigentlich einer geprüften Buchführung entspricht. Also nichts, was nicht sowieso jeder Betrieb erfüllen sollte.
Stufe drei scheint dann die Spreu vom Weizen zu trennen. Hier wird geprüft inwieweit der Betrieb sich um die Erhaltung, Erweiterung der Biodiversität auf dem Hof bemüht. Doch leider schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen, wenn das konkret gemacht wird. So können auch Monokulturbetriebe durch eine kleine Hecke am Rande des Ackers Punkte sammeln. Jeder Busch und Baum wird gezählt. Selbst Steinmauern, die ja ein Biotop für Eidechsen sein könnten, zählen.
Nun kann leider der Betrieb nicht offen mit den Punkten prahlen. Man bekommt das Siegel wenn man 50 Punkte erreicht hat. Für den Endkunden ist damit nicht mehr ersichtlich, wo der Unterschied liegt und so ergibt sich der berühmte Überstrahleffekt wie in den Bioladenregalen, wo Demeterprodukte neben EU-Bioprodukten stehen und dafür sorgen, dass bei dem letzten EU-Biomist immer noch jeder denkt „ist auch Bio und auch noch billiger“. Ich habe noch nie verstanden, warum Demeterproduzenten ihre Produkt da hin liefern.
Doch zurück zum neuen Siegel. Da Seminarteilnahme und Buchführung schon 2/3 der gesamten Prüfung ausmachen, sollte niemand Schwierigkeiten haben, die 50 Punkte zu erreichen und sich um Stufe drei kein Sorgen zu machen. Nun hat man das Siegel mit dem auch teilnehmende Renommierbetriebe ausgezeichnet werden.
Wenn es die Siegel wenigstens in verschiedenen Farben geben würde und so deutlich würde, wieviel Punkte in welchen Bereichen man hat. Mir sind ehrlich gesagt, Seminar und Buchführung wurscht. Mir reichte ein Betrieb mit voller Punktzahl in Umweltfreundlichkeit, Erhaltung und Förderung der Biodiversität. Das müsste allerdings klar ersichtlich sein. Die Schwierigkeit mit den staatlichen Siegeln ist halt immer wieder deren Verschleierung von den wirklich wichtigen Dingen. Damit läßt man den Kunden im Regen stehen und sorgt für eine völlige Verwirrung.
Also wieder einmal der Rat, sich nicht zu sehr auf solche künstlich zusammengezimmerten Zertifikate zu verlassen. Vertrauen wir der Erfahrung und dem geistigen Unterbau von den Organisationen, die sich schon Jahrzehnte mit dem beschäftigen, was Bio ausmacht und die schon existierten, als Politiker, die jetzt solche Konstrukte beschließen, früher und eigentlich immer noch über Bio und ganzheitliches Denken die Nase rümpfen und in eine esoterische Ecke schieben.
Warum hat aber nun Michel dieses Siegel und warum tritt er so dafür ein? Mir scheint, das die 6-jährige Präsidentschaft der unabhängigen Winzer und die 4-Tage-die-Woche Anwesenheit in Paris sowie der Umgang mit Politikern seine Wirkung zeigt. Wie schon hier (HEV im Spiegel der Salons) erwähnt, sehen andere renommierte Winzer das etwas kritischer als Michel. Aber nun ist er ja 7/7 zuhause und in der Gruppe „Terres de Gaillac“ (die Spitze des Eisbergs „Gaillac“) gut aufgehoben. Die werden ihm den Kopf schon wieder zurecht rücken.

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