Für individuelle private Veranstaltungen können Sie Stéphane direkt kontaktieren. Er kann alle Details mit Ihnen absprechen. Im November bin Ich selber wieder in Köln und vielleicht haben Sie Lust eine kleine öffentliche Probe mit zu machen : Ort – Bioladen Kraut&Rüben in der Balthasarstr. 52 im Agnesviertel. Zeit : Samstag 18.11 14 – 18 Uhr. Ihr Gourmetschmiedeteam.
Figues

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10. November 2017 – 21:16

Le figuier est un petit arbre, le plus souvent de trois à quatre mètres de haut.
Il existe plus de 250 sortes de figuiers.
Les variétés de figues sont classées en trois catégories : les figues vertes (ou blanches), les figues grises (ou rouges) et les figues noires (ou violettes)…..

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Nachlese Weihnachts-Tour November 2015 und Vorschau 2016

Eingereicht on 29. November 2015 – 14:57

Das erste erfreulich Ereignis waren wohl die 4 vollen Veranstaltungen mit Stéphane und den Käse-Wein-Degustations. Auch wenn die Teilnehmer bei zwei Rotweinen auf eine harte Probe gestellt wurden, waren sie am Ende doch zufrieden und satt. Meist waren bei der fünften Platte schon Sättigungserscheinungen bekundet worden. Wir lernen aus unseren Erfahrungen und werden das Event im nächsten Jahr etwas umgestalten. Es werden nur noch 5 Käse präsentiert, dafür gibt es allerdings einen Aperitif während der Wartezeit auf die Nachzügler und einen kleinen Absacker am Ende. Die Preise werden nur leicht auf 57 Euro angehoben.
Die besagten 2 Weine machten auch Furore in den vier reinen Weinproben. Zum einen war es der Jurançon noir – Rackham von Laurent Cazottes, zum anderen der Braucol/Duras/Prunelard – Vrille von Michel Issaly.
Mir war das vorher klar, aber ich wollte diese genialen Weine nicht einfach so links liegen lassen, nur weil sie sich schwer präsentieren lassen und auch nur schwer zugänglich sind. Beide stellen gehobene Ansprüche an den Weintrinker. Die wankelmütige Aromatik des Rackham, der sich von Minute zu Minute anders präsentiert und einen in wahre Beschreibungsnöte bringt, fordert Geduld und Aufmerksamkeit. Nach guter Lüftung erhält man dafür einen vollmundig-weichen und reifen Wein.
Der Vrille bedankt sich nur unwillig mit Genuss. Zuerst scheint man Harry Potter zu sein, der sich durch 8 Abenteuer kämpfen muss um letztendlich sich und Frieden zu finden. Hier heißt das Abenteuer nicht Hogwarts sondern Geduld und Luft. Der Wein ist abscheulich wenn man sich traut ihn nach dem Öffnen zu probieren. Selbst eine Stunde hilft gar nicht. Selbst in der Karaffe nicht. Wir haben es mit Sturzdekantieren, schütteln (der Wein ist erstaunlich stabil!) und Hokuspokus versucht. Letztendlich hilft nur Geduld. Öffnen und ein Glas einfüllen und abdecken – dann 4 Tage stehen lassen und in große Gläser füllen. 2 Minuten warten und leicht sieben Mal schwenken. So ungefähr!
Nein – wirklich. Sie können alles tun was nötig ist – die Grundbedingung ist, der Wein darf nicht mehr ein Bläschen CO² mehr zeigen. Erst dann ist die Aufgabe erfüllt. Es macht Spaß sich dem zu unterziehen, weil es einen einen wichtigen Faktor lehrt, der für das Begreifen und den Genuss von Vin naturel absolut wichtig ist : Respekt vor dem Wein. Diese Weine sperren sich wenn man Genuss und Gebrauch verwechselt. Sie stehen einem nicht, nur weil man sie gekauft hat zur Verfügung. Hier bilden sie eine natürliche Barriere. Und vielleicht ist es gut so – denn nur wer sich so auf den Wein einlässt, wird diese Art Wein letztendlich verstehen können und erfahren, was sie zu bieten haben. Jeder einzelne wird ihnen eine Geschichte bieten. Und soll ich mir auf die Schulter klopfen? Dieser Wein hat bei den Bestellungen alle Rekorde geschlagen! Hab ich meine Pappenheimer im Griff oder sind meine hypnotischen Manipulationsversuche nur einfach genial? Hat die jahrelange Ausbildung meiner Probenteilnehmer gewirkt und konnten sie die Güte erkennen? Oder war es einfach Glück, dass der Wein gerade einmal richtig gelüftet war und problemlos zeigen konnte was drin steckt? Sei es wie es sei. Jeder der viel bestellt hat und ihn nicht zu schnell trinkt wird sich in einigen Jahren noch die Hände reiben.
Aber wie gesagt – es waren die zwei Herausforderungen. Die anderen Weine waren dafür einfach nur der Hammer. Ich sage nur Muscadelle von Plageoles, oder Les Greilles von Causse Marines (inzwischen weltweit ausverkauft), oder Duras 2013 – der jetzt schon eine Legende ist und von uns als Magnum (weil es die einzige Möglichkeit ist ihn noch zu ergattern) geordert wird.
Natürlich waren wir auch froh über die gerade rechtzeiitg vor den Proben gekommenen Nachricht von der Wahl des Gault Millaut. Jakob Peter Kühn wurde Winzer des Jahres. Nun vertreten wir ja eigentlich nur Gaillac, aber an JPK sind wir nicht vorbei gekommen. Für uns seit Jahren einer der ganz Großen und wir holen seine Weine in schönster Regelmäßigkeit.
Ebenso kam folgende Nachricht nach meiner Rückkehr gut an : Marine Lys ist nun auch auf der Karte von Michel Bras in Laguiole! Und das ist nicht nur der engen Verbindung von diesem 3-Sterne-Restaurant zur Domaine Plageoles geschuldet bei der Marine ausgebildet wurde. Wir gratulieren und freuen uns auch da früh genug den richtigen Riecher gehabt zu haben.
Eine kleine Aussicht auf 2016 kann ich schon geben. Weil unsere Chabliswinzerin mit ihren drei Amphorenweinen fertig ist und wir inzwischen einige andere schon gesammelt haben, besteht ein wirkliches Interesse, diese wahre Tsunamiwelle an auf den Markt kommenden Weinen dieser Machart einmal zu beleuchten. Deswegen möchte ich eine kleine Probe für diskussionsfreudige Interessierte anbieten. 8 Amphorenweine aus dem Rheingau, Chablis, Gaillac, Dolomiten und dem Ursprungsland Georgien sollen zeigen, was herauskommen kann, aber auch die Möglichkeit geben zu ergründen, ob diese Art irgendwie anders oder gar besonders ist. Welche Beweggründe können diese Anbausweise rechtfertigen? Der Abend wird wahrscheinlich durch all die Fragen schon gesprengt aber auch genug Anhaltspunkte geben sich ein eigenes erstes vorläufiges Bild davon zu machen. Es wird 45 Euro kosten und wird begleitet von Gaillac-lokalen Köstlichkeiten.
Da es ein gelungener und erfreulicher Abschluss der Kölntouren 2015 war möchte ich mich für all das Interesse und das Durchhaltevermögen danken und allen ein tolles Restprogramm 2015 wünschen.

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