Für individuelle private Veranstaltungen können Sie Stéphane direkt kontaktieren. Er kann alle Details mit Ihnen absprechen. Im November bin Ich selber wieder in Köln und vielleicht haben Sie Lust eine kleine öffentliche Probe mit zu machen : Ort – Bioladen Kraut&Rüben in der Balthasarstr. 52 im Agnesviertel. Zeit : Samstag 18.11 14 – 18 Uhr. Ihr Gourmetschmiedeteam.
Figues

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10. November 2017 – 21:16

Le figuier est un petit arbre, le plus souvent de trois à quatre mètres de haut.
Il existe plus de 250 sortes de figuiers.
Les variétés de figues sont classées en trois catégories : les figues vertes (ou blanches), les figues grises (ou rouges) et les figues noires (ou violettes)…..

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Prunelart-Amphore 2014 – Mathieu Vieules – Domaine Philemon 29.11.2015

Eingereicht on 30. November 2015 – 19:27

Er ist nicht der Erste. Das hat wohl Bruno Anglade mit seinem mehr als chaotischen Versuch als der Saft des Syrahleone aus total porösen Tonamphoren suppte. Mal sehen ob er einen erneuten Versuch nächste Woche beim „Petit Salon des Vins bio 2015“ präsentiert.
Mathieu ist da schon etwas weiter. Zwar waren auch seine Amphoren nach der Erstbestückung mit der Hammerrebe des Gaillac außen schwarz, aber es sah wilder aus als es quantitativ am Ende war.
Amphoren
Man muss beim ersten Angang im Kopf behalten, dass die Reben erst 2010 gepflanzt wurden. Und aus unserer Erfahrung mit jungem Prunelart wissen wir, was da zuerst dominiert > Tannin.
Und das bestätigt sich beim ersten Schluck in Millisekunden. Der „Schock“ wirkt sogar noch stärker, weil in der Nase eher eine angenehme Frische und Intensität von dunkler Frucht etwas anderes erwarten lässt. Doch kaum 2 Sekunden im Mund könnte es auch ein rabiater Bouche du Rhone sein. Adstringierend, Pelz. Da kommt nicht mehr viel anderes durch. Mit Wohlwollen könnte man dem Prunelart nahe stehenden Prunellen schmecken. Aber wir wollen diesem Ding nicht vorschnell Unrecht tun.
Nach einigen Minuten und durchtrainiertem Schwenken mildert sich das schon etwas und es kommt der erste Gedanke auf, dass die Tannine hier anders gelagert sind, als die mit dem jungen Prunalart von Labarthe vor Jahren. Untrinkbar!
Noch etwas später zeichnen sich sogar Strukturen ab. Die Tannine sind zwar immer noch deftig, aber sie deuten neben der Kraft auch Eleganz und Tiefe an. Hier könnte es doch mit etwas Zeit angenehm werden. Warten wir also einen Tag.
Jau – der adstringierende Moment ist verschwunden und es macht sich sogar fast eine samtiger Pelz im Mund breit. Es erscheinen sogar Früchte im dichten Nebel. Das verbessert sich jetzt nicht mehr mit der Zeit, aber mit der Dauer. Und zwar mit der Dauer beim Verbleib im Mund. Nach ein, zwei Schlucken staunt man nicht schlecht, weil es immer angenehmer wird. Nicht das ich ins absolute Schwärmen gerate, aber der Wein macht bestimmt jedem, der kräftige Weine mag Spaß.
Der Höhepunkt in so frischem Stadium ist tatsächlich der zweite Tag an dem sich gegen Ende auch noch feine Säurestrukturen andeuten. Danach wird es nicht mehr besser. Er verliert auch an Frische.
Was können wir also abschließend sagen? Mathieu ist mit einem jungen Pflänzchen in der Amphore etwas gelungen. Das Versprechen auf zukünftiges Vergnügen. Und zwar mit genau diesem Wein schon. Ich gestehe ihm ein enormes Potential zu. Wenn sich die Tannine in drei bis vier Jahren in die richtige Richtung entwickeln und die angedeutete Säure die Frucht unterstützt, kann mit diesem Wein ein erfreuliches abendliches Erlebnis entstehen. Ich lege mir diesen ersten Jahrgang jedenfalls fein säuberlich in den Keller und warte brav ab. Leute die auf Kraft setzen können ihn ruhig jetzt schon trinken. Sie werden aber jammern, wenn ich ihnen in einigen Jahren eine meiner verstaubten Flaschen kredenze.
Einige technische Dinge : Alter der Stöcke wurde ja oben erwähnt. Es sind 1300 Flaschen produziert worden. Die Trauben wurden handverlesen und 3 Wochen bei manueller und täglicher Piegage (unterdöppen der oben schwimmenden Trauben) mazeriert, filtriert und während 8 Monaten in der Amphore nachgereift.
PS. Mathieu hat sich auch noch einen Scherz erlaubt. Hat er doch den Wein in eine Flasche gefüllt, die in früheren Jahren die traditionelle Burgunderflasche war. Prunelart und Pinot sind eventuell die konträrsten Rebsorten, die man sich denken kann.

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