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13. Februar 2019 – 7:55

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Stille Tage in Gaillac – Tat der Umzug in ruhigere Hallen gut?

Eingereicht on 26. April 2013 – 18:16

Wegen Baumaßnahmen wurde in diesem Jahr der Concours in den Gebauden der Abbaye Saint Michel abgehalten. Da dort kein wirklich großer Raum zur Verfügung stand, wurden die einzelnen Kathegorien in verschieden Räume verteilt. So waren die Gruppen für die 4 Roten in den Räumen, in denen im Dezember auch immer der Salon du Vin Bio stattfindet, untergebracht. Das war dann doch schon etwas dezenter, als wenn 130 Leute in einem Riesensaal hocken und andauernd Zulieferer hin und her huschen.
Zudem hatte ich dieses Jahr Glück und traf am Tisch auf Alain Rotier, der auch Mitglied von terresdegaillac ist, und Präsident der „Maison des Vins de Gaillac“ ist. Im Vorgespräch mit ihm kam auch die Hetze mit der die Probe durchgezogen wird, zu Wort. Er ist auf kein Freund davon und lässt sich da soviel Zeit wie nötig ist. Sonst noch mit am Tisch waren zwei Önologen, ein Winzerrentner, ein Wein-Blogger und ein Fachjounalist.
Gruppe Tisch B
An zwei weiteren Tischen gab es ähnlich große Gruppen die ebenfalls die roten Eichenfassweine begutachteten. Die Gruppen wurde wie in den Vorjahren in der entscheidenden Endrunde, in der die besten 5 (aus11) von drei Tischen aus der Vorrunde präsentiert wurden, an zwei Tischen zusammengeführt. Dazwischen gab es wieder eine Pause in der eigentlich nur eins Thema war. Die unfairen Bedingungen unter denen die Weine hier antreten müssen. Die Flaschen werden ca. 20 Minuten vorher aufgemacht und haben kaum Zeit sich zu entfalten. Damit haben natürlich alle hochgezüchteten Technikweine einen Riesenvorteil gegenüber Weinen, denen eine natürlichere Verarbeitung zuteil geworden ist. Schon garnicht zu sprechen von Bio oder gar Vin naturel. Eindrucksvoll hat sich das auch heute bestätigt, als ich mir die ofizielle Liste in der Maison du Vin abgeholt habe. Dort wurde in der wöchentlichen Probe zufällig der Gewinner dieser Kathegorie – Domaine du Moulin Vieille Vigne 2011 – verkostet. Der war dort schon einige Zeit länger auf und entfaltete eine Wucht an Aromen, die er beim Concours bei Weitem nicht so zeigte. Der Geschmack viel runder und eleganter als alles was am Montag über die Tische ging. Auch zeigte er damit noch einmal eindrucksvoll, was der 2011er Jahrgang an Topweinen hier hervorgebracht hat. Das wird in der ersten Juniwoche auch nochmal in einer Sonderaktion, während ich in Köln bin, im Depot gezeigt. Wir werden dort konzentriert den 2011er von verschiedenen Domainen, mit und ohne Holz vorführen. Das sollte sich jeder vormerken der Rotwein mag. Es sind einige Heighlights dabei, die als Jahrzehntweine im Gedächtnis bleiben werden.
Nebenbei bemerkt wird es auch die im letzten Jahr angekündigte Veranstaltung geben, in der wir alle Goldmedaillen aus diesem Jahr präsentieren. Da kann man sich einmal einen Eindruck von der Dichte an guten Weinen und Sorten verschaffen. Die Termine für diese und andere Veranstaltungen bitte unserem Terminkalender entnehmen. Ab nächter Woche sind die dort für die erste Juniwoche eingetragen !
Wegen der Vorbedingungen hatten also die Weine für den breiten Markt einen riesigen Vorteil. Die sind nach 1 Minute fertig. Das bleiben sie dann auch. Da tut sich meist nicht mehr viel, was hier bei dem kleinen Schlückchen und den 1–2 Minuten für jeden Wein auch nichts macht. Sie sind mit ihren meist etwas überzogenen Sensationen super geeignet, in schnell wechselnder Folge, immer nochmal eine Marke setzen zu können. Ich bleibe immer noch bei meiner Überzeugung, dass man solche Weine in eine gesonderte Kategorie stecken sollte.
Die Ruhe während der Probe wurde überschattet vom Fachjournalisten, der mit dem Benotungssystem nicht zurechtkam und jegliche Objektivität anzweifelte. Die Önologen kümmerte es wenig, Winzer Alain Rotier lächelte, der Blogger bezweifelte jegliche Objektivität von Notierungssystemen, und der Renter meinte, „am Schluß passt das schon alles“.
So war es denn auch bis auf einige Ausrutscher. Eigentlich waren bei der Zusammenführung der einzelnen Ergebnisse, die Weine innerhalb der gleichen Relationen bewertet. Es gab nur Maßstabsverzerrungen, die aber dem Rentner recht gaben weil bei der Addition am Ende dann doch der höchstbewertete Wein auch Sieger ist.
Das Bewertungssystem wie es hier im Foto gezeigt ist,
Punktebogen
scheint einem der klassischen 20-Punkte-System zu gleichen. Allerdings werden hier jedem Kriterium immer 5 gleichgesetzte Stufen zugestanden. Dadurch, dass Nase und Geschmack jeweils zwei Aspekte beschreiben, kommt es quasi zu einem 4-8-8 Verteilungssystem, wobei es für ein unzureichend keine Punkte gibt. Wo dabei die Grenzen von einem Gut zu Sehr gut oder Exellent liegen, sei dahingestellt. Allerdings würden ruhig geführte Diskussionen darüber, sich dem Wesen einer Ojektivität nähern, indem allgemein nachvollziehbare Kriterien für die einzelnen Stufen beschreiben werden müssten.
Trotz aller Ruhe wurde aber ein neuer Rekord aufgestellt. Um 11:26 war schon wieder alles vorbei. Soviel dazu. Eventuell war die Konzentration größer und es ging deshalb zügiger.
Und wie meist, war wieder einmal der Vieille Vigne von Moulin Sieger.
Daneben konnten sich einige andere „unserer“ Winzer an dem Spektakel teilnehmenden Winzer durchsetzen. Aurel (Gold), Labarthe (Gold), Brousse (Bronze), Pignou (2xGold), Rhodes (Bronze),
Das um 12:30 im Salle de Fête in Brens stattgefundene Mittagessen hatte länger gedauert.
Dort traf ich wieder Eric Stilhart von der Domaine des Cassagnols, der mit seinen Weinen schon lange auf unserer Wunschliste steht. Es entspann sich im Nachklang zum Salon du Vins naturels in Albi eine heftige Diskussion über Bio und Naturel. Ob es da gute Weine geben kann, auch da wird gespritzt usw. Alles ging über Hörensagen. Es gab trotz unmittelbaren Nachbarschaften keinen direkten Austausch und so hielten sich alte Vorurteile mit einer Art Halbwissen die Waage. Ich konnte nur auffordern, sich einmal die Zeit zu nehmen, und die richtigen Winzer zu besuchen, um sich mal Auge in Auge Informationen zu beschaffen. Im Grunde ist es erschreckend, immer noch die alten Geschichten aus den Anfängen der Bioszenenzeit zu hören. Da hat sich anscheinend innerhalb der letzten 40 Jahre nicht viel getan.
Allerdings ist es gut, wenn das keine verhärteten Fronten ergibt und man trotzdem gemütlich Kaffee-Kuchen genießen kann. Neben dem Kaffee am Schluss gab es natürlich auch sämtliche Reste der im Concours geöffneten Flaschen. Das gibt immer ein reges Treiben a la Schwarzer Peter, wenn die Flasche die gerade bei einem lnadet greuslich st und man versucht irgendwo eine zu tauschen die wenigstens zum Essen passt. Man muss sich auch immer Notizen von den Nummern oder Ziffern der Weine machen. Es gibt tatsächlich die Möglichkeit nach dem Concours zurück zu verfolgen, welche Weine man denn tatsächlich benotet hat. Und in den Jahren zuvor, als mir das noch nicht klar war, gab es schon einige traurige Momente, wo man einen tollen Wein vor sich hatte, aber nie wußte welcher es denn eigentlich ist.
Hier der zum Concours in der Depeche erschienene Artikel :
34.Concours Gaillac.
Original des Prüfungsbogens : Bewertungsbogen Gaillac
Und hier die ofizielle Liste der Medaillen :
Medaillenliste 2013
Freuen Sie sich jezt schon auf die Aktion im Depot Anfang Juni. Alle Goldmedaillen und die Top 2011er.
Bis dahin viele Grüße aus Gaillac.

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